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Dienstag, 04.07.2006

WM-Gebet

Klose unser
der Du bist im Strafraum

Gewürdigt werde Dein Einsatz
Dein Paß komme
Dein Tor falle
Wie in München und Berlin, so heute auch in Dortmund
Unser spieltägliches Tor gib uns heute
Und vergib uns unseren falschen Gesang
wie auch wir vergeben den Schiedsrichtern
Und führe uns nicht ins Abseits
sondern erlöse uns von den Italienern

Denn Dein ist der Ball
Und das Tor
Und die Torgefährlichkeit
in Ewigkeit
S A L T O

Dienstag, 21.02.2006

Vogelgrippe in Deutschland

Die gemeine Ente: Ein Bote Satans?
Wichtig, für alle die überleben wollen:

Endlich ist sie da, die gefährliche Vogelgrippe. Endlich können sich Politiker, Komunen, Ämter und Bauern über Geld, Verantwortlich- und Zuständigkeiten streiten,
in den Medien Panik verbreiten und unseren Staatsapparat und sein Krisenmanagement vorführen.
Endlich werden die Horrorszenarien wahr (oder sollten laut Bild wahr werden, damit es endlich mal wieder ne schöne Schlagzeile gibt) wo tausende Menschen vor Bauernhöfen, Ententeichen, Fleischtheken und Brathändelständen tot zusammenbrechen, hinterhältig hingerafft von der Vogelgrippe! Da war der Feinstaub was für den Kindergarten! Da schreien die Bauern schon nach einem Ausgleich vom Staat (was kann ich- der Steuerzahler - dafür das irgendwo die Gänse tot umfallen?) und die Wirtschaft warnt vor den katastrophalen Folgen (jährlich sterben tausende Menschen in Deutschland an der normalen Influenza ?sprich Grippe, was der Wirtschaft noch nie geschadet hat) und die Bundesweh fliegt schon mit Tornados und bombardiert Rügen mit Desinfektionsmitteln (hätte man eh schon mal machen sollen...).

Dabei hat immer noch keiner gemerkt, das dies alles ein perfider Plan ist, die friedliebende Brathähnchen-Essende Menschheit zu schädigen und letztendlich auszurotten! Die Vogelgrippe gibt es Vermutungen nach schon seit 100 Jahren, so lange gab es also Zeit die Zeichen zu erkennen und für die finsteren Mächte, sich vorzubereiten. Wo tauchte die Vögel-Influenza zuerst auf? In Asien. Ob da ein Sack Reis umfällt oder 50 Chinesen die Grippe kriegen, das juckt hier im Westen doch keinen. Also ein ideales Testfeld um die Viren zu verbreiten und die Wirkung zu optimieren. Und jetzt ist sie da, hat sich leise über die Türkei und den Ural angeschlichen und den idealen Zeitpunkt ausgesucht, um über uns herzufallen.

Und wer hat diesen perfiden Plan ausgearbeitet, wer hat sich gegen uns, die Menschheit, verschworen? Hat sich dem Teufel, Satan, dem Beelzebub verschrieben?

Die gemeinen Enten und Gänse, unterstützt von ihren willfährigen Helfern, den Hühnern und Schwänen! Jawohl, das alles ist eine schon lange bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Strategie, uns mithilfe von Selbstinfizierten Selbmordattentätern den Garaus zu machen! Biologische Kriegsführung aus dem Hühnerstall sozusagen. Eine Kriegserklärung aus dem Ententeich, die darauf abzielt, uns Menschen, die Vögelverzehrenden Hänchennugget liebenden Kreaturen die sich noch die Krönung der Schöpfung nennen, endlich Paroli und Einhalt zu gebieten! Grade hier im Westen, wo ein empfindliches globalisiertes Wirtschaftliches Geflecht existiert, wo unentschlossene Politiker und Quartalsdenkende Wirtschaftsbosse und Lobbyisten die schnelle Entscheidungsfindung behindern, wird die Ausbreitung einer Seuche, durch unsere niedlichen harmlosen kleinen putzigen Vogelfreunde verbreitet, katastrophale Folgen haben. Sie wird unsere Menschliche Gesellschaft immens schädigen und auf lange Sicht zum totalen Zusammenbruch führen! Verlassene Städte, entvölkerte Küstenregionen, menschenleere Flüsse und Seen, das sind die Ziele dieser gefiederten Terroristen, dieses Daunen-Netzwerk des Schreckens, das sich all die Jahre unbeachtet unter uns ausgebreitet hat! Während wir unseren Blick nur auf Al-Kaida gerichtet haben, wurden unseren anderen Feinde, unserer eigentlichen Konkurrenten auf diesen Planeten, die Tiere, völlig unbeachtet gelassen!

Schweinepest, Rinderwahn, Tollwut, Maul-und?Klauenseuche, eine lange Reihe solcher Tierkrankheiten zeugt von der großen Erfahrung dieser finsteren Piepmätze in der biologischen Kriegsführung, die an niederen Arten getestet nur das Vorspiel auf den großen, globalen Schlag gegen unsere menschliche Gesellschaft ist!

Wer hat schliesslich Millionen von Jahren die Erde beherrscht? Die Dinosaurier. Und wer sind die direkten Nachfahren der Dinosaurier? Die Vögel! Aha! Hier ist also auch das Motiv zu finden, in der Vergangenheit, als die Verwandten der Vögel noch die Welt beherrschten. Von längst vergangener Größe träumend, von Allmachtsphantasien getrieben, fallen nun diese Nachfahren über uns her. Mit ihrer Fähigkeit, sich schnell über Land und Meer fortzubewegen, schnell und unerkannt in Wäldern und Büschen zu verschwinden, uns vielleicht noch mit niedlichem Gezwitschere und gequacke in Sicherheit wiegen zu können, sind sie die idealen Guerillas! Jahrtausende hatten sie Zeit uns zu studieren, unsere Schwächen auszuspionieren und letztendlich eine Plan zu entwickeln, uns von der Erdkugel zu wischen.

Klar gehen auch einige der Vögel selber drauf, aber das sind nur die Freiwilligen, die Helden der Vogelwelt, die sich mutig opfern um den Virus zu verbreiten. Der Rest der Vögel wird bald immun sein oder ist es schon längst. Und wenn die Krankheit, die neue Geißel Gottes, sich erstmal ausgebreitet hat, ist sie kaum noch aufzuhalten. Das Frühlingsgezwitscher der Vögel wird dieses Jahr eine Kakophonie des Untergangs, eine Symphonie des Terrors und der Vernichtung, ein Abgesang auf die Menschliche Rasse. Dabei hätte man die Anzeichen schon längst erkenne können. Wir stopfen sinnlos und Kritiklos alles in uns rein was essbar ist, am liebsten alles an Vögeln was fliegt läuft und schwimmt, wir werfen mit Hänchenschenkeln-BBQ-Stile um uns, verzehren Hänchenuggets, Weihnachtsputer, Gänsekeulen, Wachteleier, Hühnerfrikassee etc. und sind dabei - sollte das eigentliche Grundprodukt, der Vogel, krank sein - völlig und unwissend dem Virus ausgeliefert. Dazu gelten Vögel als harmlos, Enten als niedlich, Gänse als nützliche Haustiere, Hühner als dumm... Welch ein Irrtum!

Was haben wir uns als Kinder nicht über die Abenteuer eines Donald Duck amüsiert. Wer hätte da geahnt, welche finsteren Absichten in einem solchen Entenhirn stecken können? Welche Katastrophe biblischen Ausmaßes ein paar Wildvögel anrichten können?

Wahrscheinlich wird dies auch das letzte Bild sein, was der letzte sterbende Mensch vor seinen fiebrig glänzenden Augen haben wird bevor er röchelnd vor dem Imbisswagen am Supermarkt zusammenbricht: Das lächelnde gewinnende Gesicht von Donald Duck!

Jetzt aber haben sie ihr wahres, knopfäugiges gefiedertes Gesicht gezeigt! Enten und Gänse, die linken und rechten Schwimmfüsse des Teufels! Wildvögel, die Luftwaffe der Apokalyptischen Reiter! Menschen aller Länder vereinigt euch, wacht endlich auf und bekämpf gemeinsam unseren waren Feind: Den Vogel! Bevor es zu Spät ist...





Autor: Michael Schäfer©2006



Dienstag, 26.07.2005

Hungersnot in Niger, wen juckts?

Hungersnot in Niger
Zuerst kamen die Heuschrecken, dann die Dürre, nun die Flut. Die Katastrophenmanagerin Hanna Schmuck vom Roten Kreuz fürchtet, unter den Millionen Hungernden in Niger könnte Cholera ausbrechen.

Etwa 3,6 Millionen Menschen sollen betroffen sein, ca. 150.000 Kinder stehen vor dem Hungertod. Die Lage in der Region ist auch schon lange bekannt, was seit November 2004. Siehe dazu auch: www.spiegel.de/panorama/0,1518,366201,00.html
Aber: Wer weiß davon? Wen interessiert es? Meldet sich die Presse dazu? Wenig bis gar nicht! Gibt es Spendengala´s? Besorgte Aufrufe zu Spenden von Prominenten? Millionen Soforthilfe der westlichen Staaten? Kaum.
Keine Presse, keine Bilder dünner weinender Kinder im Fernsehen, also kaum Interesse bei uns. Warum liegt Niger nicht schön Touristenwirksam am Meer? Warum gibt's da keinen Tsunami? Doch, es gab einen, aber einen lebenden aus Heuschrecken, die alles an Ernte vernichteten was die Bevölkerung dem eh kargen Boden abringen konnte. Hat man hier davon gehört? Nein. Kein CNN, kein BBC, keine ARD Sonderberichterstatter, keine Meldung, keine Hilfe. Mittlerweile scheint es echt so zu sein das nur die Leute Hilfe erwarten dürfen die auch die meiste Presse bekommen. Der Betroffenheitspegel wird von der Intensität der Berichterstattung bestimmt. Wer viele Millionen Hilfsgelder braucht muss auch ordentlich PR machen. Leider war die - unbestreitbar schlimme -Katastrophe des Tsunamis zum Jahreswechsel Medienwirksamer. Die Presse ergötzte sich in immer neuen Bilder schrecklicher Verwüstung und notleidender Menschen, mit Berichten von Menschen die es überlebt haben und mit dem schönsten Amateurvideo das die Flutwelle am besten aus allen Perspektiven zeigt. Nichts gegen die Hilfe die dann geleistet wurde zu sagen, aber anscheinend reagiert die Welt nur noch wenn man sterbende Kinder im Fernsehen sieht. Aber das muss dann auch entsprechend groß präsentierbar sein, sonst kommt es medial halt nicht so schön rüber und nur eine möglichst schlimme Nachricht ist eine gute Nachricht, so die alte Presseweisheit. Und momentan besteht ja genug Auswahl an Terrornachrichten, die man schön in Sondersendungen präsentieren kann, mit allen angeblichen Experten die dann gleich auch wieder auftauchen. Und seien wir doch mal ehrlich: An Bilder von hungernden Kindern aus Afrika haben wir uns doch mittlerweile so gewöhnt das es keinen mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Da ist doch immer Hunger und Not, also warum dafür Sendezeit oder Aufmerksamkeit verschwenden? Das es dort tagtäglich zu Tragödien kommt verdrängen wir einfach, weil schon zu alltäglich geworden ist. Wen interessieren z.B.. noch die Bombeanschläge im Irak? Wir sind so überreizt das dort wahrscheinlich erst ein Komet einschlagen muss oder ein Vulkanausbruch 10 Millionen Menschen umbringt bevor der hiesige Couchpotatoe sich aufrafft und entsetzt rufen kann: Welch eine Katastrophe! Was muss als nächstes kommen? Eine Atombombe? Der Untergang eines Kontinents? Wann ist die nächste Reizschwelle überschritten? Nur was im TV und in der Zeitung steht kann wichtig sein, denken wir, und solange es keine Spendengala gibt brauchen wir auch nichts zu tun. Außerdem, sind ja nur Afrikaner, da gibt's keine Touristen oder schnieke Hotels, soll sich doch die dortige Regierung drum kümmern. Ach ja, die ist korrupt oder unfähig? Was soll´s, ist dort doch immer so. Mann sind wir gleichgültig geworden.

Klar, ich finde solche Regierungen auch zum kotzen, die nicht mal für ihre eigene Bevölkerung sorgen kann oder will, davon gibt's leider viel zu viele. Das sind aber langfristige Probleme die es in Afrika (und nicht nur dort) schon lange gibt und worum sich der Westen auch kaum kümmert. Auch finde ich Hilfe zur Selbsthilfe auch besser als gleich Millionen an Geldern in das Land zu pumpen, wovon das meiste eh versickert und die Menschen nachher jahrelang nur von Spenden abhängig sind ohne das sich was ändert. Aber zumindest kurzfristig sollte etwas getan werden um die schlimmste Not zu lindern und dann etwas um die Situation langfristig wieder zu verbessern, wobei die Menschen vor Ort miteinbezogen werden sollte und nicht zu reinen Hilfsempfängern degradiert werden. Aber gar nicht zu machen? Wie gesagt, hier gebe ich der Berichterstattung schuld, einer Presse die nur noch nach Sensationen und Katastrophen giert (am liebste mit Live-Tickern wo die Opferzahlen stündlich aktualisiert werden können), der die Schicksale der Menschen im Grund aber völlig egal ist, ebenso Regierungen, die nur reagieren wenn es nicht mehr anders geht sowie Menschen die nur noch reagieren wenn es ihnen gesagt wird und es möglichst noch schlimmer ist als die letzte Katastrophe. Wer ist letztendlich der Verursacher dieser Ignoranz? Die Menschen die immer träger, gleichgültiger und sensationsgieriger werden oder die Fernseh-und Boulervardmedien die dieses verhalten fördern und bedienen? Verursacht der Sensationsreporter den gierigen Zuschauer oder umgekehrt?

Immerhin kann man selbst etwas tun, Spenden sie!

Auch ohne Sondersendung!

http://www.unicef.de/

http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/

http://www.care.de/

Dienstag, 10.05.2005

Bundesregierung will Datenschutz im Internet einschränken


Auf Heise Online steht ein Artikel, wie die Regierung den Datenschutz im Internet einschränken will. U.a. soll die Sicherheitsstufe bei E-Mails gesenkt werden. Hey ich dachte ich bräuchte da mehr Sicherheit. Hab ich ein Glück, endlich wieder Spam!
http://www.heise.de/newsticker/meldung/59413

Freitag, 22.04.2005

Überwachung der Kunden durch Funk-Chips

In der Zeit steht ein Artikel über die RFID Chips und die Möglichkeiten.

Gut, mag zwar einige positive Möglichkeiten bieten, z.b. als Diebstahlschutz, aber ich denke die Vorteile liegen mehr auf Seiten der Wirtschaft als auf der der Kunden. Also mein Kühlschrank soll nicht selber die Milch bestellen, es muss auch keiner Wissen was drin ist oder ob die Milch abgelaufen ist oder welche Klamotten ich gerade trage die ich bei Laden xyz gekauft habe. Oder das mein Handy dauernd bimmelt weil ich an ner Reklametafel vorbeifahre. Ne danke!
http://www.zeit.de/2005/17/RFID

Donnerstag, 21.04.2005

Der Überwachungsstaat

Die Totale Überwachung um die Terrorgefahr abzuwenden?
Tja, insofern tun die lieben Terrorosten dem Staat ja einen Gefallen. Indem sie Gründe liefern endlich mit der totalen Überwachung anzufangen. Im Grunde träumt doch jeder Staat davon jederzeit zu wissen was seine Bürger so treiben, denken, sagen.
Wo sie sich aufhalten und ob sie auch schön brav das machen was Vater Staat will. Denn der mündige Bürger ist ein gefährlicher Bürger, der macht einfach was er will, er ist unberechenbar und wählt womöglich noch die falschen. Da kann man mit der Terrorismusgefahr ja alles schön begründen. Jedwede Beschneidung der persönlichen Freiheit, die so dreist im Grundgesetz noch steht. Da sollen mal einfach so alle Telefonverbindungen in Deutschland Jahrelang aufgehoben werden. Was soll so was bringen, außer Datenmüll? Früher hieß es noch ?Unschuldig bis die Schuld bewiesen!?
Heute ist jeder potentiell schuldig. Bis man durch abhören und ausschnüffeln rausgefunden hat das man doch kein Schwerverbrecher ist. Und die Echten lachen sich tot. Von wegen die Behörden oder auch Firmen würden ihre Informationen nur im Begründeten Fall benützen. Wenn man die Gelegenheit erhält Leute auszuschnüffeln nutzt man sie auch. Argumente findet man doch immer.
Aber für die Sicherheit muss man persönliche Freiheiten aufgeben, die Demokratie beschneiden damit sie wehrhaft ist oder? Also wenn aus der Demokratie ein Überwachungsstaat voller Spitzel wird, bin ich nicht bereit diese Opfer zu bringen. Fragen sie doch mal die ehemaligen DDR-Bürger, die hatten schon mal so einen Staat.
Ein wirklich Entschlossener Terrorist der auf sein eigenes Leben keinen Wert legt kann doch jederzeit zuschlagen, ob ich jetzt die Bank überwache, die Post und Emails lese oder sämtliche Strassen mit der Kamera überwache. Was soll das also bringen? Letztendlich werden wir alle irgendwann den Biometrischen Chip in die Birne gepflanzt bekommen damit man uns jederzeit überwachen kann. Und wenn wir dann vom bösen Muselmanen in die Luft gejagt werden ist wenigstens das Identifizieren der Leichen einfacher. Aber dann geh ich eben dieses Risiko ein als dauernd wie eine Labormaus im betrachtet und überwacht zu werden. Das Leben ist halt voller Risiken. Aber vielleicht bringt mich ja auch vorher der Feinstaub um...

Mittwoch, 20.04.2005

Der Papst, Gott und der ganze Rest

Der Papst, Gott und der ganze Rest

Anforderungen an den neuen Papst und die Christliche Religion
Ich seh mal wieder fern. Und sehe mal wieder diese klugen Talkshow-Reformer. Sie reden darüber, wie die katholische Kirche reformiert werden sollte, damit sie in unsere modernen Wertvorstellungen reinpasst. Wie der neue Papst sein sollte und wie er ihrer Meinung nach sein sollte. Weltoffener, liberaler, toleranter, demokratischer, sexuell moderner.
Während der Rest der Welt die Religion weiterhin so praktiziert wie sie Johannes Paul II und die katholische Kirche sie predigt!
Es gibt 541 Mio. Katholiken in Amerika, vor allem Südamerika, 1978 waren es noch 365 Mio., in Asien 113 Mio., in Afrika 143mio ? zu 58 Mio. 1978 ? überall wächst erstaunlicherweise die Zahl der Gläubigen während sie bei uns im reichen Europa nur sehr langsam steigt. 280 mio zu 265 mio 1978. Teilweise stagnieren die Zahlen wie in Deutschland. Aber selbst die Protestanten erhalten Zulauf. Und da glauben wir hier in Deutschland, in Europa zu wissen was die Kirche braucht und wie sie sein muss?
Aber interessiert es da in der weiten christlichen Welt überhaupt einen was wir meinen und sagen? Und warum denken wir das jemand auf uns hören sollte? Weil wir es im reichen westen wieder mal alles besser wissen? Wir glauben mal wieder in unserer Arroganz das sich alles nach uns richten muss. Ein armer Bauer aus Peru der nichts anders im Leben hat als den halt des Glaubens und die regeln der katholischen Kirche, der glaubt also weniger gut als ein reicher sozial abgesicherter deutscher der nur Weihnachten und Ostern in die Kirche geht, evtl. noch zur Hochzeit, weil?s so schön ist! Der sich seine spirituellen Bedürfnisse aus dem Fernsehen zieht und zur Not mal in den Kirchenkanal zapt. Der schon mal andere Religionen, Gurus und esoterische Experimente gewagt hat, weil es ihm ja auf seinem Weg zur Selbstfindung geholfen hat. Wir wissen also besser was für den Rest der gläubigen Christen wichtig ist? Ach ja? Wird man dem Bauern aus Peru schwer vermitteln können. Den anderen 800 Mio. auch nicht. Wissen wir denn überhaupt noch, was glauben ist? Wir runzeln die Stirn wenn wir tausende Polen sehen die vor dem Bild des verstorbenen Papstes knien, wenn Mexikaner sich beim letzten Papstbesuch auf den boden werfen, wir reagieren verwundert und teilweise beängstigt wenn abersausende junger Menschen zum Papstbegräbnis nach Rom oder zum Weltjugendtag nach Köln pilgern.

Was ist wichtig?
Was bewegt diese Menschen? Woran glauben sie?
An etwas zu glauben, das nicht mit Geld, Karriere, ansehen und dem eigenen Ego zu tun hat, ist uns doch unheimlich geworden. Weg religiös ist ist doch kein Gewinner oder? Wer muss denn beten, wenn es für alles eine Versicherung gibt?
So was passt nicht mehr in unsere tägliche soap-opera-tele-novela des Lebens. Und trotzdem glauben wir in unserer Arroganz und Selbstgefälligkeit dass der Rest der Welt und die Religion sich nach uns richten muss. Der nächste Papst wird kaum in unsere Richtung schauen, sondern mehr Richtung Süden der Welthalbkugel!
Letztendlich geht es doch um die Wertigkeit des Lebens und den Frieden. Und der Wert des Menschen, der Wert des einzelnen, der ist uns doch schon lange verloren und wird immer mehr verdrängt. Weil er den Konsum, weil der den Erfolg, weil er die Politik stört.
Menschen sind nur noch Zahlen, Zielgruppen, Objekte, die man benutzen und missbrauchen kann wie man will, seien es die Medien, die Konzerne, die Werbung oder die Politik. Das sich dann aber die kalt vernachlässigten Menschen mehr der Religion zuwenden bleibt doch dann der einzige Ausweg? Das Tausende und Millionen jugendliche und junger Erwachsener dem Papst zujubeln erstaunt doch da immer weniger. Wem sollen sie denn sonst zujubeln? Welche Vorbilder sollen sie haben? Die Familie, die es nicht mehr gibt? Die Eltern die entweder keine Zeit oder keine Lust haben; oder unfähig sind sich um ihre Kinder zu kümmern? Popstars, die nach ein paar Monaten oder Jahren wieder verschwunden sind und auch keine echten Vorbilder mehr sind, weil sie eigentlich nichts vorleben sondern nur ihren eigenen Erfolg feiern; und sich selbst solange wie möglich! Erfolgreichen Industrielle etwa? Die weder Visionen noch ehrbare Ziele kennen, die nur auf maximale Profite und Erfolge aus sind, ebenso wie viele Wissenschafter und Forscher. Wer von denen bringt die Welt den wirklich weiter? Sollen wir an Politiker glauben, denen es doch nur um persönliche Macht oder um die Macht ihrer Gruppe, ihrer Partei geht? Also um Macht Macht Macht?
Selbst Khomeini, der Bannerträger des Islam, hat 1981 in einem Moment lichter Aufrichtigkeit gestanden ?...es geht auch nicht um den Islam. Das ist Unsinn. Jeder von uns will die Macht, die ganze Macht.? Also wen soll man da nehmen? Oder so einen alten Mann, aus Polen, der sagt, ihr müsst an etwas glauben, das euch stärkt, das euch halt gibt, ihr müsst auch an Regeln halten, auch wenn sie schwer fallen, ihr wisst dann wer ihr seid und wo ihr seid und: Ihr gehört dazu! Und jeder ist willkommen!
Tja. Seltsame Sache, und das ohne Monats-Abo und Downloadmöglichkeit!
Aber müssen wir nicht die Religion den modernen, geänderten Bedürfnissen der heutigen Zeit anpassen? Hier frage ich mal ganz ketzerisch: Müssen wir das denn?
Wieso soll sich was ändern was über 2000 Jahre ganz gut funktioniert hat? Wieso ändern wir uns denn nicht? Weil wir uns vom eigentlichen christlichen Glauben entfernt haben?
Aber es ist immer einfacher die Regeln zu ändern als sich daran zu halten.
Natürlich hat die katholische Kirche an diesen Regeln mitgeschrieben, hat einen gemeinsamen Glaubenskanon aufgestellt und Regeln und Rituale aufgestellt an die wir uns halten sollen. Und vielleicht auch nicht immer ganz selbstlos. Aber der Grundgedanke des Glaubens, die eigentliche Botschaft ist weiterhin vorhanden und gültig. Die Spiritualität, die der Glauben vermitteln kann, ist immer noch da! Und das finde ich ist der eigentliche Kern der Religion. Was sollen wir den dann also anpassen und ändern? In welche Richtung und warum? Unsere Welt ist durchsetzt von Gewalt, Erfolgsdruck, Gier nach Macht, Geld, Sex so viel wie möglich. Ist wirklich dass, was uns erfüllen soll?
Und wenn etwas genau dem widerspricht, ist es dann altmodisch, überholt?
Oder sind wir es nicht schon längst und haben es nicht gemerkt? Oder wollen es nicht war haben? Wenn man die Krankheit als das eigentlich Gesunde erklärt und das Gesunde zur Krankheit, was soll man denn da nun behandeln?

Was ist Glauben?
Wir Menschen glauben doch deshalb an Gott oder Götter, weil wir mir der Welt an sich und unserer Rolle darin nicht klarkommen. Wir sind kaum in der Lage die Welt wirklich zu fassen und zu begreifen, das Leben ist ungeheuerlich und wir ein Teil davon. Und wir sind hier und jetzt, und irgendwann nicht mehr. Und das macht uns Angst. Das ist eigentlich das fundamentale an unserem Leben, das Wissen das wir hiesig und sterblich sind. Und wir können nichts dagegen tun! Aber wir können versuchen es zu begreifen, es versuchen verständlicher, weniger grausam zu machen. Wir legen uns regeln und Verhaltensweisen auf, erstellen Leitfäden, um das leben zumindest für unseren Spiritus, unseren Geist wahrer, erträglicher, erfassbarer zu machen.
Nur wenig in unserer modernen Welt kann das erfüllen, die meisten Wissenschaftlichen Erklärungen und Denkmodelle sind für die überwiegende Mehrheit der Menschheit intellektuell nicht fassbar. Und diese Modelle erfüllen auch nicht unsere Sehnsüchte, selbst die Wissenschaft kann am ende nicht alles erklären. Selbst wenn ich weiß, was Quarks, Quanten und Leptonen sind, erfüllt es mich? Macht es mich zufriedener, begreife ich mein Dasein besser? Aber selbst wenn, wäre meine Verwunderung über das Phänomen des Lebens dann nicht noch größer?

Wir sind nicht ganz von dieser Welt
?Wir sind nicht ganz und gar von dieser Welt, wir sind hiesig, aber wir glauben auch noch in einer anderen Welt zu stehen?. Dies war Johannes Pauls Botschaft, und ich finde es fasst das streben des Menschen nach Spiritualität, Trost und Erkenntnis gut zusammen.
Wir sind mehr! Da ist mehr! Wir können besseres erreichen! Wir können die andre Welt erreichen! Sind das nicht aussagen die in allen großen Religionen vorhanden sind? Ob Christ, Buddhist, Moslem oder Daoist, überall wo sich Menschen, Philosophen und religiöse Lehrer Gedanken über die Menschen ihr Dasein und ihr zusammenleben gemacht haben, kommen solche aussagen vor. Letztendlich scheint Religion ein Grundbedürfnis des Menschen zu sein. Und ändern sich solche Bedürfnissee?
Sichtweisen, Moden und umweltbedingte Bedürfnisse ändern sich permanent, in unserer Epoche so schnell wie noch nie. Aber Grundbedürfnisse des Menschen, seien hier die rein körperlichen mal ausgeschlossen, ändern sich nie.
Dazu zählen für mich das Bedürfnis in Frieden zu leben, geliebt zu werden und nicht vergessen zu werden. Wer möchte immer kämpfen immer in Not leben immer in Angst? Wer möchte nicht geliebt werden, geborgen sein, seinen Geist mit einem andern Menschen austauschen, selber liebe weitergeben? Und wer möchte nicht, das man sich nach seinem Tod an ihn erinnert? Oder auch zu seinen Lebzeiten? Wer möchte einsam und vergessen sein? Ich sage: ?Ich gründe eine Familie, dort wird man sich immer an mich erinnern.?
Ich habe Freunde, die kennen mich. Sie wissen das ich existieren. Ich Dichte, singe, schreibe, male, ich bin noch da! Ich baue große Bauwerke, ich erschaffe Dinge, die mich zu einer Erinnerung werden lassen. Dieses ist ein streben das schon viel bewegt hat. Und hier kommen die Religionen wieder ins Spiel. Sie geben uns das Gefühl ?Da? zu sein. Jesus kam, ging und hinterlies eine Botschaft. Ebenso Mohammed. Oder die alten chinesischen Philosophen. Oder Buddha.
?Ich? bin da. ?Er? ist da. ?Ihr? seid! Und: ?Ihr seid nicht allein.?

Die Kirche als Institution
Natürlich ist auch Kritik an der katholischen Kirche ? gesehen als Institution, als Apparat, als Behörde im Vatikan ? angebracht. Die Rolle der Frau als gleichberechtigter Mensch ist für die Kirche wohl schwer zu verstehen. Vielleicht sehen viele sie noch als ?Eva?, die sich verführen ließ und uns damit aus dem Paradies geworfen hat. Aber was das nicht vorherbestimmt? Um jetzt mal was biblisch zu werden: Gott ist allwissend und allmächtig, da wusste er nicht das Eva vom Baum der Erkenntnis kosten würde? Komische Sache. War es nicht eher dem Menschen vorherbestimmt, das Paradies und damit den stillstand zu verlassen, um frei auf de Erde zu wandeln, für seine eigenen Taten Verantwortung zu tragen und sich weiterzuentwickeln. Vielleicht sollte man Eva eher dankbar sein als Adam.
Kirchliche Würden- und Amtsträger haben sich in der Gegenwart und Vergangenheit auch nicht immer durch besondere Heiligkeit hervorgetan. Verfehlungen von Kirchenfürsten und Päpsten, Machtgerangel und Einflussnahme auf die Politik und das tägliche Leben der Menschen gab es genug. Man denke nur an die Verfolgung von Ketzern, die Inquisition oder die Kreutzzüge. Da spürt man doch wenig von Friedens- und Nächstenliebe. Hier nahm die weltliche Seite der Kirche leider überhand. Und das ist die Schattenseite der großen und oft auch kleinen Religionsgemeinschaften: Wenn diese versucht auch das weltliche Leben ihrer Anhänger zu reglementieren und zu beeinflussen, geht die selten gut. Meist entsteht daraus ein Regime einem totalitärem Monarchistischem Apparat nicht unähnlich. Der Glaube wird hier nur noch zum Instrument, zum Mittel um Macht zu bekommen, auszuüben und zu erhalten. Und das steht einer Kirche meinesserachtens nicht zu.

Religion im Missbrauch
Leider kommt es immer in einer Gemeinschaft, die einigermaßen reglementiert ist, immer wieder dazu, das einzelne oder Gruppen versuchen, diese Gemeinschaft über die Religion hinaus noch weiter zu reglementieren, um über die Religion Macht über die Menschen auszuüben. Und um diese Macht zu erhalten müssen weitere Regeln aufgestellt und verschärft werden. Und da man immer der Überzeugung ist, die einzige Wahrhaftigkeit und Berechtigung zu besitzen, dies zu tun, müssen alle ausgeschaltet werden die dies gefährden könnten. Und schon kommt das totalitäre Regime in Gang. Der ursprüngliche Glaube wird immer mehr zum Instrument, zum Werkzeug und Deckmantel und damit verraten. Deshalb ist eine strikte Trennung von Religion und Statt einzuhalten. Die Religion sollte keine Politik machen, es sein denn der Staat vergeht sich dermaßen an Moral Ethik und Menschenrechten, sodass die Religionsgemeinschaft hier als letzte Moralische Instanz die Möglichkeit die Menschen dahingehend unterstützen sollte, sich dieses Regimes zu entledigen. Und um sich danach wieder zurückzuziehen. Denn alles andere wäre wieder Politik. Eine Religion kann oft der kleinste gemeinsame Nenner in eine menschlichen Gemeinschaft sein, etwas was zusammenschweißt und den Menschen ein zusammengehörigkeitsgefühlt gibt, selbst wenn man nicht stark im Glauben ist. Dieses auszunutzen und zu missbrauchen ist Verrat am ganzen Glauben, an der Spiritualität aller Menschen. Missbrauch jedweder Religion zur Einflussnahme, zur Manipulationen, zur Einschränkung der Willensfreiheit und Entscheidungsfreiheit der Menschen ist der größte Nachteil der durch Religionen entstehen kann. Alles zu reglementieren, das ganze Alltagsleben, das aussehen, das arbeiten, essen verhalten reden und denken vorzuschreiben steht meiner Meinung einer Religion nicht zu.
Der Glaube soll Menschen halt geben, sie stärken, ihnen Helfen ihr Ängste und Nöte zu bewältigen, sie auch geistig inspirieren. Aber er sollte nicht zum Dogma werden das Menschen zu Sklaven werden lässt. Die persönliche Unverletzlichkeit und Freiheit sollte immer gewahrt bleiben.
Schließlich ist diese doch auch Gottgegeben, oder nicht?


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Der neue Papst!

Tja, da isser nun, der neue, und es ist ein deutscher. Und was machen wir? Wir sind wieder am nörgeln. Ach, aussgerechnet der? Warum kein andere? Bla bla. Kann man sich eigentlich nie mal freuen in diesem Land? Wenn endlich nach 482 Jahren nach Hadrian VI. (obwohl eher Niederländer) ein deutscher Papst wird, endlich mal ein deutscher sich International einen Namen macht (ohne Visa-Affäre), endlich mal einer aus diesem Land Karriere macht. Warum können wir uns nie einfach nur mal freuen? Müssen wir deutschen immer das Haar in der Suppe finden? He Leute, ein deutscher ist Papst! Dann werden wir nächstes Jahr bestimmt auch Weltmeister! Und was hatte der letzte Papst, ein Pole, in seinem Heimatland erreicht? Er hat dazu beigetragen das Regime zu stürzen. Also, haben wir doch einfach mehr Hoffnung...